Wie weiter nach den Zwischenwahlen?
Führen die USA direkt nach den US-Zwischenwahlen vom Dienstag, 3. November einen erneuten Militärschlag gegen die islamische Republik Iran aus oder nicht? Diese Frage bewegte vergangene Woche die Energiemärkte. Die Überlegung dahinter ist einfach: für die Republikaner sind hohe Treibstoffpreise vor den Wahlen Gift. Nach den Wahlen wäre ein Treibstoffpreisanstieg, der bei einem US-Angriff auf den Iran mit grösster Wahrscheinlichkeit eintreten würde, besser verkraftbar. Dennoch stärken Berichte über ein Telefonat von Donald Trump mit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanyahu, in dem der US-Präsident einen Angriff direkt nach den Wahlen abgelehnt haben soll, die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung. Folgerichtig hat sich die Preissituation seit letzter Woche leicht entspannt: Der Preis für ein Fass der Sorte Brent lag heute Morgen bei 110 Dollar, als 4 Dollar günstiger als am vergangenen Montag.
